Hoffenheim oder: Starr vor Freude

Der Stürmerstar ist jetzt knapp neun Monate auf der Welt. Seitdem hat der Club zwei Mal gewonnen. Einmal, als der Stürmerstar neun Tage alt war. Und einmal heute.

Dazwischen: Unentschieden. Niederlage. Unentschieden. Unentschieden. Unentschieden. Niederlage. Unentschieden. Unentschieden. Nicht gegebene Tore, unmögliche Schiedsrichterentscheidungen. Schlimmer: Der Club spielte auch noch gut.

Für den Club-Fan ist das kaum zu ertragen: Normalerweise kann er sich in der Spirale aus Niederlagen und Unentschieden noch damit trösten, dass die Mannschaft einfach schlecht war. Der Glubb is a Depp und so weiter. Aber da war von Deppen eben keine Spur.

Der Tag heute aber stand unter einem gute Stern: Das Fräulein tanzte schon morgens durch die Wohnung und sang dazu „Ich würde nie zum FC Bayern München gehen“, der Stürmerstar bekannte sich zum Club und trug einen Latz von dessen Sponsor:

(„Berti“ hat aber meines Wissens nichts mit Berti Vogts zu tun.)

Nach dem Spiel sah ich den V. wie erstarrt auf dem Sofa sitzen. Im Fernsehen schwenkte die Kamera kurz zu Martin Bader. Dessen Gesichtsausdruck sah auch eher nach 3:0-Rückstand als nach 4:0-Sieg aus. Ich sage es ja immer: Bei Siegen kennt der Club-Fan gar keine gewohnten Verhaltensweisen, die er einfach abrufen könnte.
Vielleicht wird das ja noch was. Immerhin ist der Trainer jetzt wieder glatt rasiert – und bleibt es auch.

Vor Weihnachten wurde mir übrigens erklärt, für was NKD steht: Noch Kein Dreier.

Aber das hat sich jetzt ja erledigt.

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