2. Spieltag. Frankfurt.

Fast noch schlimmer als ein Fußballspiel mit V. live zu sehen oder zu hören, ist, mit ihm die Wiederholung zu schauen. Je länger das Spiel zurückliegt, desto schlimmer.
Zum Vergleich:
Das Spiel am Samstagnachmittag im Radio hören und dann ab 18 Uhr in der Sportschau sehen, ist in Ordnung, das noch vorhandene Haupthaar wird nur sporadisch gerauft.
Aber:
Das Spiel am Samstagnachmittag weder hören noch sehen, und dann erst am Montag bei Blickpunkt Sport die Zusammenfassung serviert bekommen, ist schlimm. Da wird jedes einzelne Haar gerauft, die Hände schlägt man sich verzweifelt vors Gesicht, ein Aufschrei geht durchs Wohnzimmer – vor allem angesichts der verpassten Chancen von Eigler und Mintal. Wir sehen wie sich Oenning ärgert und V. leidet mit ihm, wenn auch zwei Tage verspätet.
Trotzdem:
Das Wochenende war für V. ein voller Erfolg, der Mittelfuß hat keine Mätzchen mehr gemacht und stand am Samstag im Finale eines nicht ganz so wichtigen Beachvolleyball-Turniers. Am Ende war’s der zweite Platz und V. ein Held.
Außerdem:
Wurde am Samstag erstmals ein Lied auf mich gedichtet mit der schönen Zeile „Sie findet den Oenning schön, darf aber nicht zu ihm ins Stadion gehen“ – auf die Melodie von Abbas „Dancing Queen“. Ich bin immer noch gerührt und danke P., N., K. und F. für die schöne Darbietung.

Unser Spieler des Tages: Albert Bunjaku

Was ich über ihn weiß: Erschreckend – fast nichts. Schweizer. Torschütze gegen Frankfurt. Hat uns noch mal gerettet.
Wie V. ihn findet: Ach ja, das hatte ich ihn noch fragen wollen.
Warum Spieler des Tages: Wie gesagt, hat uns (!) noch mal gerettet und der Club konnte einen Punkt mit nach Hause nehmen.

Weitere Fakten: Beim Club seit Februar 2009, also gar kein Neuzugang, wie ich anfangs dachte. Stammt aus dem Kosovo. Hatte noch nicht so viele Einsätze, weil Dario Vidosic immer vorgezogen wurde. 

Ein Gedanke zu „2. Spieltag. Frankfurt.

  1. „Nicht ganz so wichtiges Beachvolleyball-Turnier…“
    Ich möchte als Mannschaftsmitglied nur kurz darauf hinweisen, dass es ein technisch nahezu perfektes Finale (auch emotionsgeladen usw.) mit bundesliga-würdigem Einlaufen der Spieler war. Wahre Fans hätten vom Spielfeldrand aus zuschauen können, ohne einen Cent Eintritt zu zahlen. Aber nee, statt dessen hat man ja lieber Bratwürscht und Steeeks vom Grillmeister U. gemampft. PFUI!
    Und nun noch ein erinnerungswürdiger Kommentar vom Volleyball-Experten B. über V.: Er habe lange daran geglaubt, dass wir (!) gute Chancen auf den Sieg gehabt hätten, vor allem aufgrund unseres Kapitäns V., der die Mannschaft mit seiner ruhigen Art immer wieder zur Raison gerufen habe. „Aber beim 13:10 hat er zum ersten Mal gegrinst, und da wusste ich: Jetzt isses aus!“ Wir haben 15:13 verloren…

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