1. Spieltag.Schalke.

Sonntag. Nachmittag. Schwül.

V: Du warst gestern sehr tapfer.
Ich: Ach ja?
V: Na, du hast den halben Tag mit mir Fußball geguckt. Sportschau, Aktuelles Sportstudio… Ich glaube, es hat dich fast interessiert!
Ich: Ach ja?
V: Es HAT dich interessiert!

Ich: Ich muss ja auch wissen, ob ich richtig getippt habe. Da steht Geld auf dem Spiel. Immerhin war mein Nürnberg-Schalke-Tipp richtig und Bayern gegen Hoffenheim hatte ich fast!
V: Oh Gott, es hat dich interessiert! Es hat dich nicht gelangweilt! Das ist nicht gut. Ich seh uns schon in 20 Jahren mit unserem Sky-Abo, jeden Samstagnachmittag… Oh Gott, das ist gruselig!
Ich: Ach, jetzt hättest du dein Hobby gerne wieder für dich allein, oder wie?
V: Irgendwie schon.
Und wir küren wieder den
Spieler des Tages: Angelos Charisteas.

Was ich über ihn weiß: Mehr als über jeden anderen Spieler. Grieche. EM-Torschütze, EM-Gewinner, Ex-Bremer, Spitzname „Harry“, vergangene Saison nach Leverkusen ausgeliehen, gilt als überschätzt, wird in Nürnberg ausgepfiffen, hat aber auch Unterstützer im Netz.
Wie V. ihn findet: Freundet sich langsam mit ihm an, ist aber weit davon, ein Harry-Fan zu werden. Ist aber gerührt, wenn Menschen stundenlang durch Athen irren, nur um sich ein Charisteas-Nationaltrikot kaufen zu können, mit dem sie V. dann beeindrucken wollen.
Warum Spieler des Tages: V. wollte heute keinen Spieler des Tages küren. Ich schon. Und Charisteas hat immerhin das Nürnberg-Tor vorbereitet.

Weitere Fakten: Ich denke, nicht nur für mich hat Charisteas fast unheimliche Ähnlichkeit mit einer Spitzmaus.

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